Institut für Volkskunde/ Europäische Ethnologie
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Neuer Nationalismus im östlichen Europa. Kulturwissenschaftliche Perspektiven

Tagung des Herder-Forschungsrats und des Schroubek-Fonds Östliches Europa

01.12.2016 – 03.12.2016

Internationales Begegnungszentrum (IBZ), Amalienstraße 38

Anmeldung: Da das IBZ nur über begrenzte Plätze verfügt, wird um Anmeldung gebeten bis spätestens zum 1.11.2016 bei: i.goetz@vkde.fak12.uni-muenchen.de.

Nicht erst angesichts der „nationalen Egoismen“ im Kontext der gegenwärtigen Fluchtbewegungen nach Europa lässt sich überall in Europa die Rückkehr nationaler (und auch nationalistischer) Haltungen, Diskurse und Politiken erkennen. Sie richten sich häufig als Gegenbewegung gegen die in den letzten zwei Jahrzehnten dominanten Tendenzen der Zurückdrängung des Nationalen und laufen vielfach den Zielen der europäischen Einigung entgegen. Das Wiederaufleben historischer Mythen und die Zuwendung zu „großen Vergangenheiten“, die politische Instrumentalisierung von „Volks-kultur“, von „eigenen“ ethnischen Materialien oder religiösen Traditionen, aber auch von jüngeren Erinnerungsorten, wie z.B. nationalen Sportereignissen, sind Teil einer symbolischen Identitätspolitik, insbesondere auch in den postsozialistischen Ländern. Viele von ihnen setzen in Zeiten multipler Krisen zur Orientierung auf „traditionelle Kultur“ und lösen dabei Heterogenitäten und Pluralitäten auf oder suchen sie zu unterdrücken in einer Weise, die aus Sicht der EU oft problematisch ist.

Diese Wiederentdeckung des Nationalen, die keinesfalls nur, aber doch in starkem Maße in den Ländern des östlichen Europa zu konstatieren ist, die hierfür wiederbelebten oder neu geschaffenen Traditionen, Denkmodelle, Repräsentationen und Strategien sind ebenso Gegenstand dieser Tagung wie die Suche nach den tieferen Ursachen dieser für Europa folgenreichen Entwicklung.

Hier finden Sie das Programm der Tagung: