Institut für Volkskunde/ Europäische Ethnologie
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Sounds like Munich. Vom Klang der Stadt

PROF. DR. JOHANNES MOSER/SIMONE EGGER, M.A.

Wintersemester 2009/10

Unzählige Tonspuren überlagern sich im urbanen Raum. Städte können laut oder leise sein. Geräusche, Stimmengewirr, das Glockenspiel am Marienplatz, das Rauschen der Isar oder die Monotonie des Verkehrs am Mittleren Ring verdichten sich zu einer städtischen Akustik. Gleichzeitig wird Musik gespielt, gehört und gemacht.  Das Projekt begibt sich auf die Suche nach dem Soundtrack einer spezifischen Stadt. Auch von München lässt sich ein breit gefächertes Klangbild zeichnen. Kunst und Kultur prägen die urbane Ästhetik auf vielfältige Weise. Musik ist Element der Atmosphäre in der Weltstadt mit Herz. Das Feld reicht von der Blaskapelle im Englischen Garten über zahllose Clubs, Bands, Tonstudios, DJs und Diskotheken bis hin zur Bayerischen Staatsoper, der, so der Dirigent Kent Nagano, vielleicht wichtigsten Oper der Welt. Willy Michl, der Isar-Indianer, steht ebenso für den Sound der Stadt wie DJ Hell, der selbst ernannte Bavarian Gigolo, die Sportfreunde Stiller, die Disco-Queen Donna Summer oder die Krautrock-Band Amon Düül. „Sounds like Munich“ will versuchen, unterschiedliche Orte, Akteure, Phänomene und Zeiten in den Blick zu nehmen und sich dem Klang der Stadt im Sinne einer urbanen Ethnographie zu nähern.

Einführende Literatur:

Tom Götz: Bristol. Stadt und Sound. Das Beispiel Bristol. Münster 2006. – Florian Fricke: München rockt – die wilde Zeit an der Isar. München 2007. – Mirko Hecktor: Mjunik Disco. Von 1949 bis heute. München 2008.