Institut für Volkskunde/ Europäische Ethnologie
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Feminismus durchqueert Kulturwissenschaft

29.04.2014 – 08.07.2014

Forschungskolloquium des Instituts für Volkskunde/Europäische Ethnologie der LMU München im Sommersemester 2014

Veranstaltungsort:
Salong, Kunstakademie München, Akademiestr 2-4

Anfahrt: U3,U6 Marienplatz

Beginn:
19:00 Uhr s.t.; Vortrag & Diskussion ca. 90 Minuten.

Im Mittelpunkt des Forschungskolloquiums steht die kulturwissenschaftliche Auseinandersetzung mit Spaltungen und Verstrickungen von Theorie, Empirie und Reflexivität innerhalb der Geschlechterstudien. Feminismus, Gender, Geschlecht, ihre De- und Rekonstruktion und vor allem auch ihre Verschränkung mit anderen Kategorien sozialer Differenz bedürfen immer wieder einer kritischen Reflexion. Gerade im Kontext ethnographischer Arbeit und mit Fokus auf Menschen und deren Alltags- und Lebenswelten stellen sich immer wieder praxeologische und theoretische Fragen, zu deren Diskussion wir einen Beitrag leisten wollen.

Wie können wir zum Beispiel das schwierige Verhältnis zwischen unterschiedlichen Ungleichheiten fassen und die Komplexität der Herrschaftsverhältnisse analysieren und beschreiben? In wie weit können wir die Ordnung des Begehrens während der empirischen Forschungen in Frage stellen? Und wie transformiert sich dabei der Feldbegriff?

Zu unserem Forschungskolloquium haben wir Referent_innen eingeladen, die uns aus ihren Forschungsfeldern und- praxen Inputs liefern, wie kulturwissenschaftiches Denken und Arbeiten mit Fragestellungen der Frauen- und Geschlechterforschung sowie queer-feministischer Perspektiven zusammengebracht werden kann und muss. Die Sitzungen bauen inhaltlich aufeinander auf, wir führen im Laufe des Semesters theoretische Diskussionen und reden über diverse empirische Forschungsarbeiten. Die Arbeiten der Referent_innen verorten sich in unterschiedlichen empirischen Feldern und thematisieren Homophobie und Islamophobie, Popkultur und Männlichkeit, Sexarbeit und Grenzregime, sowie Erwerbsarbeit und Verkörperung.

Das Forschungskolloquium soll einen Raum schaffen, sich theoretisch, methodisch, forschungspraktisch und politisch, tiefer mit den oben skizzierten Themenbereichen zu beschäftigen und zudem der Frage nachgehen, wie die Grenzen zwischen Wissenschaft, Kunst und Aktivismus erschaffen und verwischt werden.

 

Programm

29.04. Karen Wagels (Kassel)

Queere Körperpraxen in Arbeit - Ein Blick auf die Schnittstelle von Theorie und Empirie.

Raumänderung: Dieser Vortrag findet im Auditorium der Kunstakademie München (Neubau) statt!

 

13.05. Vera Akulova (Moskau/Berlin)

Zeitgenössische russischsprachige feministische Bewegungen: Was stimmt nicht an den "westlichen" medialen Repräsentationen?

Raumänderung: Dieser Vortrag findet im Vortragsraum der Kunstakademie München (Neubau, 1. Stock) statt!

 

27.05. Gökçen B. Dinç (London)

“Us” and “Them": Re-Imagining the German nation through “violent and homophobic" Muslim migrant after 9/11.

 Vortrag entfällt!

 

3.06. Nadine Sanitter (Erfurt)

„Modern Man“?!: Repräsentationen von Männlichkeit im Musikgenre Indie.

Raumänderung: Dieser Vortrag findet im Vortragsraum der Kunstakademie München (Neubau, 1. Stock) statt!

 

24.06. Eva Bahl und Marina Ginal (Göttingen/München)

Frauen[ver]handel[t]. Diskurse um Sexarbeit, Zwangsprostitution und Menschenhandel.

Raumänderung: Dieser Vortrag findet im Vortragsraum der Kunstakademie München (Neubau, 1. Stock) statt!

 

08.07. Diskussionsrunde zum Thema: Grenzen zwischen Wissenschaft, Kunst und Aktivismus.

Diskussion findet im Salong (Altbau, Kunstakademie München) statt!

 

Kontakt:

Olga Reznikova

reznikova@vkde.fak12.uni-muenchen.de