Institut für Volkskunde/ Europäische Ethnologie
print

Links und Funktionen

Navigationspfad


Inhaltsbereich

M.A. Empirische Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie (Master of Arts), 120 ECTS

Hier finden Sie Informationen zu folgenden Bereichen:

Download Modulübersicht als PDF


Studienfachberatung:

Dr. Daniel Habit
Telefon: +49 (0) 89 / 2180 - 3608
E-Mail: Daniel.Habit@lmu.de

Sprechstunden siehe Webseite: www.volkskunde.uni-muenchen.de
Feriensprechstunden und zusätzliche Sprechstunden zu Semesterbeginn - siehe Aushänge

Studiengangskoordination und Studienberatung:

Paul Hempel M.A., (Oettingenstr. 67, Raum C 008)
Sprechstunden im laufenden Semester: Do 10-11 Uhr oder nach Vereinbarung per email: paul.hempel@ethnologie.lmu.de


ACHTUNG: Alle hier gemachten Angaben zum Masterstudiengang sind vorbehaltlich des weiteren Genemigungsverfahrens.

Studiengangsprofil

Der Studiengang vermittelt grundlegende wie weiterführende fachwissenschaftliche Kenntnisse, Methoden und Arbeitstechniken der Volkskunde/Europäischen Ethnologie.
Im Zentrum des forschungsorientierten Studiengangs steht die Analyse europäischer Gesell­schaften der Gegenwart. Kulturelle, soziale, ethnische, geschlechtsspezifische und religiöse Phänomene und Konflikte werden im Kontext historischer, sozialer und politischer Entwicklungen analysiert und interpretiert. Studienschwerpunkte bilden dabei die Entwicklung und Durchführung eigener Forschungsvorhaben in von Dozierenden begleiteten  Studienprojekten sowie Angebote zu Themenbereichen der Stadtanthropologie und Arbeitsethnografie als maßgebliche Forschungsrichtungen des Instituts. Weitere Forschungsschwerpunkte sind Europäisierung, Kulturtransfer, Mobilität und Migration, Tourismus, Transnationalisierung, Gender, Erinnerungskultur sowie nationale Identitätskonstruktionen.

Der Studiengang ist in vier Fachsemester gegliedert. Im ersten Semester schafft das Basismodul „Theorien, Methoden, Fachgeschichte“ eine gemeinsame Diskussionsgrundlage. Ergänzt wird dieses durch das Modul „Europäische Gesellschaften“. Das zweite und dritte Semester beinhaltet ein zweisemestriges Studienprojekt sowie die zweiteiligen Module  „Ökonomien und Lebenswelten im Wandel“  und „Stadt und urbane Alltagskulturen“. Das vierte Semester schließt den Studiengang mit der Masterarbeit ab, die von einem Masterkolloquium begleitet wird.

Gefördert mit den Mitteln von Lehre@LMU wird im Rahmen des Masterstudiengangs Volkskunde/ Europäische Ethnologie aktuell ein Studienschwerpunkt "Visuelle Ethnologie" in Kooperation mit dem Institut für Ethnologie angeboten. Nach einer Einführung in Ethnologische Filmtheorie kann das Studienprojekt in diesem Rahmen in Form eines Filmprojektes ausgestaltet sein. Eine eigene Bewerbung zum Schwerpunkt Visuelle Ethnologie ist nicht erforderlich. Es können jedoch gesonderte Zulassungsvoraussetzungen für einzelne Modulen oder Lehrveranstaltungen gelten. Nähere Informationen zum Schwerpunkt Visuelle Ethnologie finden Sie hier.

Aktuelle und geplante Studienprojekte

2018/19

Alpine Lebenswelten, Perspektiven, Situationen (ALPS)

Leitung: Dr. Daniel Habit

Das auf zwei Semester angelegt Lernforschungsprojekt findet in
Kooperation mit dem Deutschen Alpenverein statt, der 2019 sein
150jähriges Jubiläum feiert. Ziel des LFPs ist es, einerseits die
kulturwissenschaftliche Alpinismusforschung in ihrer historischen und
gegenwärtigen Ausgestaltung voran zu denken und andererseits einen
Einblick in das museale Arbeiten in all seinen Facetten zu bekommen.
Der Alpenraum kann dabei als transnationaler Raum verstanden werden,
in dem sich eine Vielzahl an aktuellen gesellschaftlichen Diskursen
widerspiegeln (Europäisierung, Mensch-Natur, Tourismus, Migration,
Umweltschutz und -verschmutzung, Authentizitätsdiskurse,
Singularitäten, Selbstoptimierung) - die nicht nur auf den konkreten
alpinen Raum beschränkt bleiben, sondern sich in Lebenswelten und
-stilen, Narrativen und Visualisierungen in verschiedene
Alltagsbereiche weitertragen. Teil des Forschungsprojekts ist eine
Mitarbeit an der Begleitpublikation für die Jubiläumsausstellung des
DAVs (die organisationsbedingt auch in der vorlesungsfreien Zeit
stattfinden wird). Angedacht ist dazu (vorbehaltlich der
Finanzierungsmöglichkeiten) eine mehrtägige Exkursion in den
Alpenraum, um die aufgelisteten Themenbereiche auch realiter zu
erfahren und nach den Möglichkeiten und Grenzen der Übertragbarkeit
von Natur in Text/Ausstellung/Wissen zu fragen.
Parallel dazu widmet sich das Forschungskolloquium im Sommersemester
ausgewählten alpinen Themenbereichen (Natur-Kultur, Körper,
Human-Animal-Studies, Musealisierung, Katastrophen).
Zur (nichtwissenschaftlichen aber lesenswerten) Einstimmung: Bene
Benedikt: Gebrauchsanweisung für die Alpen. München 2014.

2017/2018:

„Jugendkulturen in München“

Leitung: Dr. Marketa Spiritova, ggf. Tutor*in

Inhalte und Ziele: Ethnografische Forschungen zu jugendlichen Szenen im Münchner Raum. Die Studierenden sollen ein selbstständiges empirisches Projekt durchführen. Nach einer theoretisch-konzeptuellen Fundierung (Was ist Jugendkultur? Was sind Szenen? Stile? Urbane jugendkulturelle Praxen?) werden in Kleingruppen jugendliche Szenen recherchiert und ihre Bedeutungseinschreibungen in den öffentlichen Stadtraum untersucht. Dabei gilt es den Akteur*innen und ihren Orten und Räumen, ihren Objekten und Praktiken, schließlich Geschichten und Deutungen mittels der Methoden der Europäischen Ethnologie zu folgen: Teilnehmende Beobachtungen, qualitative Interviews, Fotodokumentationen, ggf. Filme sowie Bild/Symbol/Medienanalysen. Die Ergebnisse der Feldforschungen werden in einem von den Studierenden selbst angelegten und verwalteten Blog einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

2016/17 (abgeschlossen)

Sicherheit in München

Leitung: Dr. Maria Schwertl

Sicherheit und Sichtbarmachung: Diese beiden Praxen und Logiken gehören zusammen. Ob es um die Sicherheit im öffentlichen Raum geht, die durch Überwachungskameras hergestellt werden soll, um die Sicherheit im Flugverkehr, die mithilfe von Durchleuchtung der Gepäckstücke und der Übermittlung von (biometrischen) Daten erhöht werden soll oder die Lebensmittelsicherheit, die durch ein immer engmaschigeres Netz aus Kontrollen garantiert werden soll - wo Sicherheit hergestellt werden soll, geht es zumeist auch um Überwachung, Kontrolle und Sichtbarmachung. Dies wird auch dort deutlich, wo Sicherheit unter die Haut geht: in der Überwachung der eigenen Herzfrequenz durch Laufuhren oder in der Pränataldiagnostik.

Studienplan

1. Semester (WiSe)
TitelTypECTS
P1 Theorien, Methoden, Fachgeschichte Modul  
P 1.1 Kulturanalyse: Theoretische Grundlagen und empirische Beispiele Seminar 9
P 1.2 Aktuelle Fragestellungen und Forschungsperspektiven Übung 6
P2 Europäische Gesellschaften Modul  
P 2.1 Europäische Gesellschaften: Prozesse, Grenzen, Imaginationen Seminar 9
P 2.2 Kulturvermittelnde Berufsfelder und Kontexte Übung 6
2. Semester (SoSe)
TitelTypECTS
P 3/I Ökonomien und Lebenswelten im Wandel Modulteil  
P 3.1 Forschungsperspektiven der Europäischen Ethnologie Seminar 6
P 4/I Stadt und urbane Alltagskulturen Modulteil  
P 4.1 Forschungsfelder der Europäischen Ethnologie (mit Hausarbeit) Seminar 9
P 5 Forschungsmodul I Modul  
P 5.1 Studienprojekt (Teil 1) Seminar 15
3. Semester (WiSe)
TitelTypECTS
P 3/II Ökonomien und Lebenswelten im Wandel Modulteil  
P 3.2 Forschungsperspektiven der Europäischen Ethnologie (mit Hausarbeit) Seminar 9
P 4/II Stadt und urbane Alltagskulturen Modulteil  
P 4.2 Forschungsfelder der Europäischen Ethnologie Seminar 6
P 6 Forschungsmodul II Modul  
P 6.1 Studienprojekt (Teil 2) Seminar 15
4. Semester (SoSe)
TitelTypECTS
P 7 Abschlussmodul Modul  
P 7.1 Master-Kolloquium Kolloquium 3
P 7.2 Masterarbeit MA-Arbeit 27